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Hope

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Kingdom (2017)digital
Hope (2017)CD / Vinyl
  
  
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Sphärisch, düster, gravitätisch. Die Musik der Berliner Band Hope fühlt sich ein bisschen an wie Frost auf der Haut, stellt Haare auf. Irgendwie kann man sie einatmen, riechen, schmecken und fühlen. Dichter flächendeckender Sound, wabernde Synthesizer, noisige Gitarren, dezente Percussion und eine Stimme, die unaufgeregt stellenweise an Björk, Savages oder Karen O erinnert.

 

Wie ist das eigentlich, wenn ein Stern geboren wird? Ist das so, zack, jetzt ist er da? Oder ist das eher eine philosophische Frage: Muss das Licht erst die Erde erreichen, damit er lebt? Es sind so Fragen, die gedacht werden können, wenn die gravitätische Musik von Hope aus den Lautsprechern rauscht. Denn das tut sie: rauschen. Wie als wäre Wind im Schaltkreis der Instrumente. Als würde dieser Wind da irgendwas verzerren. Und dann baut sich im Rauschen der Instrumente, ganz allmählich, ein Rhythmus auf. Irgendwas lauert. Unprätentiös kommt Gesang dazu, dessen Reinheit in endloser Verzerrung verloren geht. Eine Art Erleuchtung. Besser als die Geburt von Sternen.

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