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Haldern Pop Kartenspiel

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Ein guter Grund, die Routine zu entstauben

Jetzt kennt ihr all die 31 Motive unseres Spiels, die „Helle Petra“, mit ihren fiktiven Geschichten und minimal realen Anekdoten. Die Sau Rosalinde, die Milchkuh Nevada und der Schützenkönig Paul Frühling, sie sind, sie bleiben und haben irgendwie mit allem ein bisschen zu tun. Ein Dorf weist Ähnlichkeiten auf, mit den weitreichenden Wurzeln der Pilzkulturen im Wald, ein Beziehungswerk. Menschen, Tiere und Dinge, die uns hier im Nah fast täglich umgeben, sie sind ein Teil von uns geworden, mehr oder weniger auch spielbestimmend.

Das Tagebuch II habe ich mir aus den Fingern gesogen, mit nassen Pinseln bunt gemalt, nachdem mein Bruder Christoph den Strich und die künstlerische Haltung vorgab, gewisse Eigenarten hinterließ und wir nie sagen werden, wem, wer und was es zu nahekommen könnte. Aus dieser stillen Zeit haben wir daraus ein Kartenspiel gebastelt, es wird gerade in Kooperation mit dem Gewerbeverein in den Geschäften des Dorfes verlost und bei uns im Pop Shop verkauft – solange der Vorrat reicht.

Ein kleiner munterer Spaß, den wir einer bedrückenden Tristesse unter die Nase reiben, um kurzweilig der Weihnacht entgegen zu kommen. Einige Motive des Spiels haben es in ein Set von 10 Postkarten geschafft, um den Leuten zu schreiben, die vielleicht Weihnachten woanders zuhause sind und bleiben müssen. Dieses gibt es auch im Pop Shop und Bleistifte noch dazu.

Es tut was Gutes mit einem, etwas zu malen, zu texten, sich was auszudenken und händisch zu fertigen, einzupacken und zum Verkauf anzubieten, wie eigene Kartoffeln oder Radieschen. In diesem Prozess kommt alles einfach vor, was damals Usus war; vom Einfall bis zum Überfall. Geschäftsfähigkeit ist auch immer ein pikanter Aspekt der Kultur, ihr etwas abzuringen, Verständnis zu erzeugen, um dann Begeisterung und Zahlungsfähigkeit zu ernten, ein Lernprozess. Zwischen all den Spielen, Paketen und von uns gebackenen Plätzchen, soll eine Freude und Lust erkennbar bleiben, die wir auch jedes Jahr in unsere Festivals stecken. Dieser gestaltende Prozess erwuchs aus den Umständen seit März, dieser nicht vorgesehenen Zeit, um mal wieder unsere Motivation zu hinterfragen, die Gründe von der Routine zu entstauben, zu spüren, was uns treibt, befeuert und handeln lässt. Die Musik ist und bleibt, was uns bewegt, zu Euch und hoffentlich Euch auch weiterhin zu uns.
Stefan Reichmann

 

A good reason to dedust the routine

Now you know all the 31 motives of our game, the “Helle Petra” (“Bright Petra”), with its fictitious stories and real minimal anecdotes. The sow Rosalinde, the dairy cow Nevada and the Schützenkönig Paul Frühling, they are, they stay and they somehow have a little bit to do with everything. A village shows similarities, with the far-reaching roots of the mushroom cultures in the forest, a work of relationship. People, animals and things that surround us here almost daily, they have become a part of us, more or less determining the game.

The Diary No. 2 I drew from my fingers, painted colorful with wet brushes, after my brother Christoph gave the stroke and the artistic attitude, left certain peculiarities and we will never say to whom, who and what it could come too close to. From this quiet time we have made a card game out of it, it is currently being raffled off in cooperation with the trade association in the stores of the village and sold in our Pop Shop – as long as stocks last.

A little cheerful fun, which we rub under the nose of an oppressive dreariness, in order to approach Christmas in an entertaining way. Some of the game’s motifs made it into a set of 10 postcards to send to people who might be at home for Christmas somewhere else and have to stay. It is also available in the Pop Shop and pencils too.

It does something good with you when you paint something, write a text, think of something and make it up by hand, wrap it up and offer it for sale, like your own potatoes or radishes. In this process, everything that was common practice at the time simply appears; from the idea to the completion. Being able to do business is also always a spicy aspect of culture, to get something out of it, to create understanding in order to then harvest enthusiasm and ability to pay, a learning process. Between all the games, packages and cookies we bake, we want to keep the joy and pleasure that we put into our festivals every year. This creative process grew out of the circumstances since March, this unplanned time to question our motivation, to dust off the reasons for the routine, to feel what drives us, fires us and makes us act. The music is and remains what moves us, to you and hopefully continues to move you to us.

Stefan

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