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Fayzen

FAYZEN, was bedeutet das? Klingt wie eine Mischung aus Faye Dunaway und Zen. Aus Femme Fatal und der inneren Mitte. Aber Fayzen ist einfach der MC-Name aus Farsad Zoroofchis Jugend. Den legt man nicht ab und den ändert man nicht. „Nicht jeder in der Clique durfte rappen. Ich hab zu Hause geübt und mich irgendwann getraut mit den Jungs zu Freestylen und irgendwann kamen sie mit einem Pulli, da stand der Crewname und Fayzen drauf.“

Spätestens jetzt ist es aber auch der offizielle Künstlername des am 14. Februar 1983 in Hamburg geborenen, denn im Frühjahr 2013 erscheint das Debüt-Album ‘Richtung Meer’ von Fayzen.

Zehn Jahre früher. Hamburgs Innenstadt ist voll mit Shoppingwütigen. Eine Gruppe Jugendlicher läuft an dem Anfang zwanzig Jährigen Fayzen vorbei. Er weiß wie er sie ansprechen muss damit sie stehenbleiben. Irgendwann hat man das einfach raus. „Hey wie geht’s Euch? Ich bin Fayzen und ich hab hier ne Platte gemacht. Wollt ihr mal rein hören?“ Er setzt einem von ihnen Kopfhörer auf. Die Musik überzeugt. In fünf Jahren verkauft Fayzen auf diesem Weg fünf verschiedene Mixtapes insgesamt 20.000 Mal.

Das meiste von dem verdienten Geld schenkt Fayzen seinen Eltern. Das ist selbstverständlich. „Sie haben mir immerhin mit viel Mühe eine unbeschwerte Kindheit ermöglicht. Sie haben krass hart gearbeitet, damit es mir gut ging und das hab ich immer im Hinterkopf gehabt und das werd ich nie vergessen.“
Schon mit fünf hat Fayzen inbrünstig zu persischer Traditionsmusik gesungen. Mit neun hat er angefangen Klavier zu spielen und seine ersten Lieder zu komponieren. Jetzt findet er seine Stimme im Hip-Hop und seine Zuhörer auf Hamburgs Straßen.
Mit fünfundzwanzig fühlt Fayzen sich für den nächsten Schritt bereit. „Ich bin den Underground Weg gegangen. Irgendwann hat man aber auch keine Lust mehr Sachen zu verkaufen, sondern will einfach nur noch Musik machen, und ich dachte, einfach mal gucken obs klappt.“

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