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Georg auf Lieder

  • Datum:20 - Okt - 2014
  • Beginn:21:00
  • Einlass:19:00
  • Herkunft:DE
  • Tickets:Eintritt frei!
  • georgauflieder_400

Georg auf Lieder ist kein Mann der großen Gesten, künstlichen Inszenierungen oder medientauglichen Schaumschlägerei. Der gebürtige Hamburger, der seit ein paar Jahren in Berlin lebt, verwandelt vielmehr die Ereignisse, Emotionen und Gedanken des Alltags in wunderschöne Lieder mit einfachen, aber stets unglaublich treffenden Worten. Gepaart mit seinem unkomplizierten, direkten Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie verzaubert er auf seinen Konzerten regelmäßig das Publikum und erzeugt ein selten intensives Kollektiv-Gefühl, bei dem fast jeder Zuhörer automatisch denkt: Er spricht aus, was ich fühle. Mit diesen persönlichen, unaufgeregten Songs avancierte er zum beliebten Straßenmusiker am Berliner Alexanderplatz, wo er zwei Jahre lang fast täglich stand. Mit einem Plattenvertrag vom Branchenführer ‚Universal’ ausgestattet, ist 2014 nun das Jahr, in dem sich Georg auf Lieder von der Straße in die breite Öffentlichkeit katapultiert.

Georg auf Lieder – sein bürgerlicher Name soll geheim bleiben – macht keinen Hehl daraus, dass er sich selbst prinzipiell für ungeeignet hält, um ein Star im Popgeschäft zu werden. Er ist ein Bär von einem Mann, dabei aber viel zu sanftmütig, höflich, aufgeschlossen und voller Empathie für sein Gegenüber, um im Haifischbecken namens ‚Mainstream’ seinen Weg zu machen. Doch gerade seine Aufrichtigkeit und poetische Sicht des Alltäglichen zeichnet ihn aus und zieht Konzerthörer regelmäßig in den Bann. Dazu erzählt er auf der Bühne humorvolle Geschichten, übt sich in Selbstironie und ist immer für einen spontanen Schnack zu haben.

Sein Blick auf die Welt und die Sorgen und Nöte jedes Individuums wurde von kleinauf geschult. Der Hamburger mit bolivianischen Wurzeln stammt aus dem Hamburger Vergnügungs-Stadtteil St. Pauli, einem verdichteten Prisma der modernen Urbanität mit all ihren Chancen und Problemen. Georg saugte all diese Geschichten und Lebensentwürfe auf und brach im Alter von 17 die Schule ab, um mit einer ambitionierten Punkband groß durchzustarten. Doch kurz bevor es so weit sein sollte, löste sich die Band auf – eine weitere Lebenserfahrung, mit der man die Melancholie des Alltags wunderbar skizzieren kann.

Georg auf Lieder machte alleine weiter und brachte sich 2010 selber das Singen bei; dabei entdeckte er in seiner Stimme eine Wärme und natürliche Ruhe, die beim Zuhören unmittelbar berührt. Das Üben seiner Gesangskunst geschah in der Öffentlichkeit, als Straßenmusiker am Berliner Alexanderplatz. Dort avancierte er zu einer kleinen Berühmtheit – vom Obdachlosen, der sich in den erzählten Sorgen seiner Lieder wiedererkennt, bis zum Geschäftsmann in Anzug und Krawatte, der sich in der Mittagspause niveauvoll etwas zerstreuen lassen will: Viele Zuhörer kommen regelmäßig wieder. Deutschlandweite, selbst organisierte Konzerte sprechen sich herum, von Show zu Show kommen mehr Menschen. Seine selbstproduzierte erste Demo-CD verkauft er dabei bis auf das letzte Exemplar restlos aus. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis die Plattenfirmen bei ihm anklopfen würden. Letztlich unterschreibt er beim Branchenprimus Universal.

Es ist kein Wunder, dass er allseits auf derart viel Zuspruch stößt. Denn nur selten wurde die Liedermacher-Kunst in Deutschland derart natürlich, entschlackt, unaufgeregt und gleichzeitig verbindlich und authentisch auf den Punkt gebracht. Georg auf Lieder lässt seine Gedanken und Emotionen zu Kleinoden gerinnen, in denen man sich unabhängig von Herkunft, Geschmack und Lebensrealität unmittelbar wiedererkennt und verstanden fühlt. Damit beweist er, dass wirklich große, anrührende Kunst oftmals aus den alltäglichsten Nichtigkeiten erwachsen kann.

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