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Tan LeRacoon

  • Datum:10 - Jan - 2020
  • Beginn:21:00
  • Einlass:19:00
  • Herkunft:DE
  • Tickets:Eintritt frei!
  • tanleracoon400

Im Januar 2020 wird das Album in Deutschland live vorgestellt. Eine eindrucksstarke einmalige Performance, von arte Tracks präsentiert und aufgezeichnet, gab es als Appetizer beim Reeperbahn Festival 2019. Tourstopps: Berlin, Köln, Hannover, Dresden, Hamburg, Nürnberg, Haldern.

Die Tour wird präsentiert von ByteFM.
„Es ist gar nicht so leicht, sich in diesen Zeiten eine Prise Optimismus und Kampfgeist zu bewahren. Irgendwie kommt es einem vor, als schreie jeder aneinander vorbei – allerdings nur virtuell, weil keiner mehr den Arsch vom Rechner wegbekommt. Ok, das war polemisch. Aber irgendwie stimmt es nun mal. Und es trifft die Grundstimmung, die Tanju Boerue alias Tan LeRacoon ergriff, als er mit dem Schreiben neuer Songs begann, die nun zusammen das Album „Funeral Parade Of Roses“ ergeben. „Da ist tatsächlich eine grundsätzliche Frustration aus mir herausgebrochen – das Produkt jahrelanger Beobachtung des Abstumpfens der Menschen, die sich alles gefallen lassen. In Grunde war mir schon nach dem letzten Album klar, dass mein nächstes Lebenszeichen politischer werden müsse, alleine schon um mir selbst gerecht zu werden.“
Wer Tan LeRacoons mal psychedelisch mäandernden, mal tief gecroonten, mal punkig rausgezischten Goth-PsychFolk-Punk-Rock-Soul-Bastard von Sound kennt, der weiß jedoch, dass auch der pure Frust beim Blick auf die Welt bei ihm nicht zu einer straight heraus gebrüllten Antwort führen kann. „Funeral Parade Of Roses“ ist vielmehr der Versuch, der Verzweiflung etwas entgegenzusetzen – mit allen kreativen Mitteln, die dieser weitgereiste Musiker zur Hand hat. Tan LeRacoon sagt zwar selbst, sein Album sei „spooky und unbequem“, aber das beschreibt eher die nachhaltige Wirkung seiner Lieder – die vordergründig unterhaltsam, mitreißend, bewegend sind, deren Texte sich aber manchmal wie ein süßes Gift in die Gedanken schleichen. Schon im Opener „Your Own Way“, eine Ballade, die nur mit Tan und seiner Gitarre beginnt und sich langsam zu einem tollen Finale hochschraubt, singt er die Worte „poisoning my bloodstream“ und es scheint fast, als beschreibe er genau diese Wirkung. Die schönste Vergiftung ist jedoch „Prejudice & Injusticies“, ein geradezu vergnügliches, bläser-verziertes Rock’n’Roll-Stück, dessen Musik in einem klaren Kontrast zu Tan LeRacoons Gesellschaftskritik steht. Eine Musik-Text-Schere, die durchaus intendiert ist, wie Tan zugibt: „Aktiv zu sein, bedeutet ja nicht, schlecht gelaunt durch die Welt zu laufen. Wir können nur Menschen erreichen, wenn wir ihnen Alternativen bieten. Ich versuche meine Anliegen im Dialog zu vermitteln – so schwer das manchmal auch fällt. Es nützt nichts, nur eine Klientel anzusprechen, von der du weißt, dass sie eh deiner Meinung ist. Das mag zur Selbstbestätigung, aber auch zur Selbstbeweihräucherung führen. Ich finde die Vorstellung schön, dass die Leute die Songs mitsummen, mitsingen, ja, auch tanzen, und sich die Sätze im Unterbewusstsein festsetzen. Ein bisschen naiv vielleicht, aber auch optimistisch.“

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