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The Slow Show

  • Datum:22 - Mai - 2015
  • Beginn:21:00
  • Einlass:19:00
  • Herkunft:UK
  • Tickets:AUSVERKAUFT
  • Slow-Show400x200

„Für uns ist es ein Erfolg wenn uns die Leute wirklich zuhören. Wir hatten schon Konzerte bei denen die Leute komplett verstummt sind, oder danach sogar mit Tränen in den Augen zu uns kamen. Das ist vielleicht etwas merkwürdig aber unglaublich bewegend wenn die Leute so reagieren“ – Rob Goodwin, Sänger THE SLOW SHOW

Es gab wohl noch nie eine Band aus Manchester die sich mit THE SLOW SHOW vergleichen lässt. Ihre minimalistischen und dann doch epischen Songs schwingen sich von behutsamen Americana zu tosenden Hooks und Refrains mit Streichern und Trompeten auf. Schwer persönlich sind diese Lieder über Liebe und Tod, die es immer wieder schaffen ihr Publikum zu bedächtigem Schweigen, sogar zu Tränen zu rühren. Obwohl sie in ihrer Heimatstadt lange nicht so wahrgenommen wurden und nur eine EP namens „Brother“ im Jahr 2012 veröffentlicht haben, schlugen sie bei BBC6 Music und Radio 2 mächtig ein und spielen seither europaweit große und ausverkaufte Konzerte.

Chöre und eine Bergarbeiter Blaskapelle geben der Band einen bestimmten Northern Sound, wenngleich Rob Goodwins tiefes und herzerweichendes Bariton eher entfernt an einen Johnny Cash mahnt als den Sound des englischen Nordwestens.

Seit 2010 spielen sie zusammen und haben zu diesem Zeitpunkt gerade einmal ein paar Gigs gespielt als sie von BBC Introducing als Support für Elbow in der Manchester Cathedral ausgewählt worden. Diese Show führte direkt zum nächsten Durchbruch. Dermot O’Leary’s Produzent hörte das Konzert und lud sie prompt ein eine Session in seiner Radio Show zu spielen. Daraufhin lud sie ein europäischer Booker ein direkt ein paar Shows abseits der Insel zu spielen. Obwohl THE SLOW SHOW in ihrer Heimatstadt kaum mehr als ein paar Noten gespielt haben kamen sie so dazu ihren Sound in europäischen Städten wie Zürich oder Dresden auszustellen.

Im März 2015 werden THE SLOW SHOW ihr aufregendes Debütalbum „White Water“ veröffentlichen. Über das vergangene Jahr hat man das Album in den Blueprint Studios in Manchester aufgenommen. „White Water“ ist der erste UK Release des deutschen Labels Haldern Pop Recordings, hinter welchem die Macher des erfolgreichen Haldern Pop Festivals zu finden sind.

Die Aufnahmen selbst gestalteten sich recht langsam und bedächtig. Das hat zum einen finanzielle, zum anderen künstlerische Gründe. Wie Rob erklärt: „Jedesmal wenn wir Streicher wollten, mussten wir erstmal Geld sparen“ ganz zu schweigen von den logistischen Problemen die es mit sich brachte die 30-köpfige Brass Glossop Old Band in ein Studio zu bringen. Nur war immer klar das man nur den perfektionistischsten Standard ansetzen kann, wenn man diese besonderen und persönlichen Songs präsentieren möchte.

Und vertraut sind sie in der Tat geworden, die Songs auf „White Water“ auch wenn sie es schaffen einen unverkennbar universellen Ton anzuschlagen. Das hymnische „Brother“, ihre einzige Veröffentlichung bis dato ist inspiriert von einer Unterhaltung zwischen Sänger Rob und seinem Großvater, der ihm mitteilte das er in seiner Jugend seinen 16-jährigen Bruder durch Krebs verloren hatte – „Der traurigste Moment in meinem Leben“

Rob war so bewegt von dieser Geschichte das sie in den wehmütigen Worten „Let’s go back to football fields and backyard alleyways, before God let you down, boy, and took you away“ aus ihm herausbrach.

In einem anderen Song „Bloodline“ geht es um ein adoptiertes Familienmitglied auf der Suche nach ihren Wurzeln. „Augustine“ ist ein weiteres Lied über einen letzten Abschied, das melancholische „Bad Day“ eher selbsterklärend, die Single „Dresden“ („sehr düstere Geschichten aus den Untiefen Dresdens“) ist eher von ihren europäischen Abenteuern inspiriert.

Das extrem zu Herzen gehende „God Only Knows“ (kein Beach Boys Cover), welches die Bläser auf ihren absoluten emotionalen Höhepunkt treibt beschreibt Rob als „einen Song über das Altwerden mit Menschen die du liebst“

Immer und unbedingt können diese Texte ihrer Nähe, Fürsorge und Empathie gar nicht entkommen. Oder wie es Steve White (Drummer von Paul Weller) auf den Punkt bringt – THE SLOW SHOW sind Manchester’s finest new export – Musik für Herz und Seele.

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