Zeitung

674fm Liedgut HP eyes 77

Feb. 06, 2026 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 77

Liedgut ist ein Gespräch im schneereichen Haldern, wo die Vorbereitungen für das Festivaljahr 2026 wie ein Hefeteig in Ruhe reifen. Wir erkunden die S…

674fm Liedgut HP eyes 76

Dez. 04, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 76

Liedgut ist ein Jahresausklang des Haldern Pop Universums. Bevor wir den Blick gen 2026 richten und den Festivalprogramm-Vorhang lüften, gehört diese …

Trailer02

Dez. 25, 2025 Festival

Haldern Pop Festival 2026 - Trailer 02

Unseren Trailer No. 02 mit weiteren Bestätigungen für 2026 findet ihr u.a. hier:Trailer No. 2…

Content

Dez. 25, 2025 Festival

Ein frohes Fest

Liebe Menschen,Einer sich selbst kopierenden Welt gehen die Originale aus.Es braucht die Euphorie für die Utopie, eine wüste Vorstellung von Wärme und…

Zeitung merch2025

Dez. 10, 2025

Haldern Pop Weihnachts-Merch

Ab jetzt gibt es Samstags und Mittwoches im Haldern Pop Shop im Dorf den brandneuen Haldern Pop Merch sowie den diesjährigen Kaltern Pop Merch! Für al…

Zeitung Trailer01 2026

Dez. 06, 2025 Festival

Haldern Pop Festival 2026 - Trailer 01

Wir haben da mal was vorbereitet.Unseren Trailer No. 01 mit den ersten Bestätigungen für 2026 findet ihr u.a. hier:https://www.youtube.com/watch?v=f9g…

Zeitung False Lefty

Nov. 28, 2025

Happy Release Day, FALSE LEFTY

Wir freuen uns!Das FALSE LEFTY Debutalbum "time will tell" erscheint heute auf Haldern Pop Recordings!»FALSE LEFTY legen nach. Ihre Debut EP hat sich …

Liedgut 75 News Webseite

Nov. 07, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 75

Liedgut ist eine Reise des Lichts, vom gleißenden Panorama Kalterns, das den Augen Urlaub schenkt, zurück in die tastende Weite des Niederrheins. Es i…

HPF23 Liedgut 74 News Webseite

Okt. 03, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 74

Liedgut ist ein Brückenschlag vom Echo des vergangenen Sommers zur leisen Verheißung des nächsten Haldern Pop Festivals. Es ist der Appell, den beginn…

Zeitung kalternpop2025

Sept. 26, 2025 Kaltern Pop Festival

Kaltern Pop Festival 2025

Das 10. Kaltern Pop Festivalfindet vom 23. – 25. Oktober 2025in Kaltern am See in Südtirol, Italien statt.Tickets bekommt ihr unter:https://kalternpop…

Zeitung tix 2026

Okt. 01, 2025 Festival

Haldern Pop Tickets 2026

Liebe Leute,Das Haldern Pop 2025 ist jetzt schon wieder einige Zeit her und wie immer gab es danach diesen Blues. Es gab das Dorf, was sich freute, se…

HPF23 Liedgut 73 News Webseite

Sept. 05, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 73

Liedgut ist das Echo des Haldern Pop 2025. In der dreiundsiebzigsten Folge blicken wir zurück, wenn der letzte Ton verklungen ist und die Aufräumreste…

HPF23 Liedgut 72 News Webseite

Aug. 06, 2025 Festival Liedgut

Liedgut - Folge 72: Festival 2025 Sondersendung Teil 2

Liedgut ist eine zweiteilige Sondersendung zum Haldern Pop 2025. In der zweindsiebzigsten Folge tauchen wir in das pulsierende Herz des Festivals ein:…

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Aug. 16, 2025 Festival Liederrhein

Liederrhein mit Spinvis + Dressed Like Boys (solo)

Liederrhein (Kleve) mit Spinvis (NL) + Dressed Like Boys (BE) (solo)Mit dem Liederrhein geht Haldern Pop auf Wanderschaft und besucht die anderen Orte…

HPF23 Liedgut 71 News Webseite

Juli 03, 2025 Festival Liedgut

Liedgut - Folge 71: Festival 2025 Sondersendung Teil 1

Liedgut ist eine zweiteilige Sondersendung zum Haldern Pop 2025. In der einundsiebzigsten Folge sprechen wir über Tickets, Bands und den neuen Mittwoc…

HPF23 Liedgut 70 News Webseite

Juni 06, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 70

Liedgut ist ein Lauschen in die Tiefe des Klangs, eine Spurensuche im Resonanzraum des Haldern Pop Festivals. In der siebzigsten Folge sprechen wir üb…

Titel trailer 04 2025 new

Mai 10, 2025 Festival

42. Haldern Pop Festival 2025 – Trailer No.04

Liebe Menschen,es folgt, unser Trailer No. 04 mit weiteren Bestätigungen für das 42. Haldern Pop Festival 2025 (07.– 09. Aug. 2025)(NEU!) Camping scho…

HPF23 Liedgut 69 News Webseite

Mai 02, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 69

Liedgut ist ein letzter Tanz in den Mai. In der neunundsechzigsten Folge: Das Bild ist reisefertig, der geheime Klang (Thees Uhlmann) verklungen – und…

Titel trailer 03 2025

Apr. 09, 2025 Festival

42. Haldern Pop Festival 2025 – Trailer No. 03

Liebe Menschen,es folgt, unser Trailer No. 03mit weiteren Bestätigungen für das42. Haldern Pop Festival 2025(07.– 09. Aug. 2025)Höhe braucht Tiefe, di…

HPF25 Liedgut 68 News Webseite

Apr. 04, 2025 Liedgut Festival

Liedgut – Folge 68

Liedgut ist eine Reise aus dem Nebel ins Licht. Wir sprechen über das Haldern Pop Festival als einen Ort des Sammelns und Findens, gerade auch im Ande…

Titel trailer 02 2025

März 12, 2025 Festival

42. Haldern Pop Festival 2025 – Trailer No. 02

Liebe Menschen,es folgt, unser Trailer No. 02mit weiteren Bestätigungen für das42. Haldern Pop Festival 2025(07.– 09. Aug. 2025)Ich bin, was ich bin, …

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März 07, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 67

Liedgut ist ein Plakat auf dem Weg zum Haldern Pop Festival. In der 67. Ausgabe tauchen wir in die Kunst der Worte und die Frage nach der Zuversicht e…

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Feb. 07, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 66

Liedgut ist eine Küche für Begegnungen – mit Musik, Gesprächen und Ideen. In der 66. Folge blicken wir auf das Eurosonic Festival, erinnern uns an ers…

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Jan. 23, 2025 Festival

Kindertickets 2025 (NEU: frei bis 13 Jahre)*

Liebe Leute,für das kommende Haldern Pop Festival haben wir die Regelung für die Kinder-Tickets angepasst, wir hoffen, dies ist in eurem Sinne:NEU! Ki…

HPF25 Liedgut 65 News Webseite

Jan. 03, 2025 Festival Liedgut

Liedgut – Folge 65

Liedgut ist wie ein Korken, der mit einem leisen Knall die Türen zum neuen Jahr aufstößt. In unserer fünfundsechzigsten Folge betreten wir die Küche –…

Trailer 01 2025 titel NEU

Jan. 01, 2025 Festival

Frohes neues Jahr. (Trailer No. 1)

Hier gehts zum Festival Trailer 2025 No.1 auf YouTubeIn der Küche brennt noch Licht.A Light is still on in the kitchen.Il y a encore de la lumière dan…

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von Stefan Reichmann

Volkswirkschaft

Volkswirkschaft
Editorial datt blatt 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

Datt Blatt wird in diesem Jahr eine Zeitung. Mit ein bisschen Fantasie riecht man den Kaffee, die Brötchen und ahnt den Sprung, kopfüber in die Neuigkeiten von Gestern, ein Ritual.

Unsere Gegenwart stöhnt wie DAS BOOT beim Tauchgang in unerlaubte Tiefen. Alles Falsche der gefühlten letzten 300 Jahre meldet sich zu Wort und will nun richtig werden. Einiges wird knapp und anderes wuchert üppig, Wachstum ist für alle da. Unser Rahmen ist gesteckt, das Spielfeld wirkt vertraut und erzählt wird von den drei Tagen, den Vorsätzen, Absichten und einer für uns bewegenden Zeit seit unserem letztjährigen Festival. Wir suchen keine Zündschnur, gerne unseren roten Faden, um fortzufahren, weil nichts selbstverständlich ist. Aus diesem Grund und aus vielen anderen machen wir das jetzt, diese Zeitung, das Festival, diese verbindliche Mühe, es erinnert an unser gemeinsames Leben, unsere alltäglichen Verwebungen, bunt, festigend und warm.

Entgegenkommen I

Was so gerade um uns herum passiert, was wir lesen, erleben und fühlen, führt zu diesem schäumenden Moment der Gegenwart, einem irrlichternden Getöse aus Manipulationen, Drohgebärden, unverschämten Niedlichkeiten, Lethargie und Ohnmacht. Welche Konsistenz das Morgen haben wird, dieser Schaum, diese Gedanken, was wird bleiben, was wäre zu tun, habe ich etwas gelernt, sind wir zu retten? Die Stangen verdichten sich, während der Hang steiler wird, um reaktionsschnell die Kurve zu kriegen, muss man ein Ziel vor Augen haben. Wir leben zu schnell. Mit Jogginghosen, kleinen Hunden und digitaler Verfügbarkeit versuchen wir sporadisch am Sonntag gegenzulenken. Früher war diese Zeit wie eine bunte Blumenwiese, ein vorfreudiger Teppich der Glückseligkeit und an seinem Ende stand eine verschneite Tanne, romantisch und verklärt. Was konnte die Vergangenheit, was der Gegenwart nicht gelingt? Wann entzweiten sich diese beiden, geht das nur mir so? Aus Poesie wird Physik, meine Hoffnung folgt der Schwerkraft, fliegen wäre ein Traum, das Leben zerrt an meinem Gemüt. Ich hätte Google nicht fragen sollen.

Entgegenkommen II

Auf etwas zuzugehen, den Verdacht außen vor zu lassen, ist unsere tägliche Investition in die Liebe und das Leben. Einem bewegenden Moment geht etwas Schutzloses voraus, ein Instinkt von Vertrauen, die Dringlichkeit von Mut. Die Kinder rennen, die Jugend sprang und dann kommt die Zeit der Erfahrung, der Vorsicht, des Zweifels, die Zeit der Angst und der Einsamkeit, aus Grün wird Blau, wird Schwarz, wird Nichts.

Die zu überwindenden Distanzen für Begegnung unterliegen keiner mathematischen Formel, aber einer empathischen Wirksamkeit, der Kraft der Liebe, der Erneuerung der Energie des Lebens. Wenn zwei ältere Männer sinnierend über das Altern durch eine pralle Blumenwiese im Frühling wandern, oder kleine Kinder mit roten Backen lustig im Schnee spielen, kraftvolle Bilder, sie wirken versöhnlich und reizvoll zugleich. Das Geheimnis des Zusammenspiels der Jahreszeiten des Menschenlebens und der resonanten Natur liegt in dem generationsübergreifenden Verständnis und Wertschätzung von Jung und Alt, Gestern, Heute und Morgen, der Verantwortung füreinander und dem Natürlichen. Die Variable Mensch rennt, springt, wird langsamer, und bekommt es mit der Angst zu tun, wenn uns keiner entgegenkommt.

Entnehmen wir aktuellsten wissenschaftlichen Studien des Harvard Business Manager 5/2021, das in der westlichen Welt immer mehr Frauen sowie Männer ihren narzisstischen Peak mit ca. 30 Jahren erreichen, so entfernen wir uns von gesunden gesellschaftlichen Mehrsamkeiten und verwandeln uns zu radikal selbst optimierenden Solisten. Das zeichnet sich im Kleinen wie in größeren Zusammenhängen deutlich ab. Gesellschaftliche Strukturen mit sozialem Verantwortungsbewusstsein zerfallen, wirken eher hinderlich im allgemeinen Wettbewerb des Lebens. Europa, die Familie, Kirchen, Nachbarschaften und andere traditionelle Innenverteidigungen, können heute keine Tore mehr schießen, dass sie dort aber zu Teilen entstehen, ist der Geschwindigkeit der Zeit zu abstrakt und nicht mehr vermittelbar. Institutionen faulen, wenn ihnen die Ehrlichkeit, die Transparenz und die Biologie aus dem Ruder laufen, sich dem Jetzt entziehen, weil auch ihnen bleischwer die Angst um die Macht in den Lenden zerrt.

Wer nicht teilnimmt, nimmt zu, tritt nach, ein Trend so jung wie das Mittelalter, das Kapitalisieren von Moral, aus dem Machtzentrum der Richtigkeit, liebt und lebt vom Fehlerhaften des Anderen, verschlingt alles Falsche zum Wohle des Wahren. Was sich regt und bewegt, wird zerlegt. Der mentale Freiflug sucht nach Grenzen, sortiert sich zu und schließt sich an, um sich dran zu hängen, zu sein.

In diesem weltgewordenen Durcheinander wird auch mit Bildern und Worten geschossen, Oben ist nicht mehr Unten, geleakt, gelinkt und was ist schon gerecht? Wer die Orientierung behalten will, legt sich unter den Küchentisch bei Mutter und betet um Krümmel und alles weitere, was runter fallen darf. Morgen ist Vorne und Hinten die Erfahrung, das, was kostet, ist die Energie der Gegenwart.

Es ist nicht alles schlecht dieser Tage, besser gesagt vom Schönen wollen wir sprechen, um Gutes auf den Weg zu bringen.

VOLKSWIRKSCHAFT

Für mich bleiben die 70er Jahre das Zeitalter der ersten wirtschaftlichen Üppigkeit im Nachkriegsdeutschland. Man warf mit Beton nur so um sich, er ergoß sich wie sprudelndes Lava und verdrängte mit einer ausschließlichen Wucht die alten Zeiten, Häuser, Gastwirtschaften, Lebensweisen und Geschichten. Es ging nicht um das Weitererzählen, alles mußte neu, richtig, und wirtschaftlich sein. Unsere Eltern hatten Mittel, Freunde und Wege, glücklicherweise auch uns Kinder, die es mal noch besser haben sollten als sie, wir waren ihr resonanter Segen.

Unsere Geschichte beginnt eigentlich auch in diesen 70er Jahren in unserem Dorf am Niederrhein. Mit einer gesunden Kombination aus Pubertät und Langeweile trieb es uns aus dem Unterholz der Provinz auf die Lichtung der Öffentlichkeit. Wir hatten Ideen, Energie und das Gottvertrauen der Eltern. Unser Selbstvertrauen trainierten wir zuvor im Gestrüpp der Jugend, abseits der Autoritäten, wüst und dennoch wohl behütet.

Seit über 40 Jahren laden wir zum Haldern Pop Festival in unser Dorf, um mit der Gastfreundschaft unsere Region zu durchbluten, mit dem Anderen unseren Horizont zu erweitern, etwas Gemeinsames zu schaffen. Vertrauen wurde zum Kern unserer Geschichte, mit all unseren Dusseligkeiten und Fehlern, unserer Wärme, den Enttäuschungen, Herzlichkeiten und Wundern, als Summe jedes einzelnen. Die Qualifikation zur Teilnahme ist nicht olympisch. Es geht nicht darum bezahlt zu haben, um zu sein - ich mache mit, um zu werden.

Wir wussten, wem wir ein Telefon, Hammer oder einen Flaschenöffner in die Hand drücken konnten, ein Flugzeug sollte es nicht werden. Es ging nicht um richtig oder falsch, wenig oder viel, wir waren aufgeregte Atome mit der besten Musik der Welt. Zappa, Zeppelin und Patti Smith halfen uns zu suchen und zu finden.

Mit den Jahren hat sich etwas heraus kristallisiert, was der klassischen Betriebswirtschaft und den barocken Niedlichkeiten unserer Zeit trotzt, die Volkswirkschaft.

Trete ich vor die Tür, um sie einzutreten oder als fehlbarer Protagonist, der mit Empathie und Freundlichkeit seine Fähigkeiten ergänzt. Nicht alles ist Wettbewerb, es geht um Teilhabe, Vielfalt und Vertrauen. Wir haben zu lange die Welt mit strategischem Geschick in Zielgruppen zerlegt und kriegen diese systemverpflichteten Konsumenten-Atome nur noch schwerlich zu vertrauten Molekülen formiert.

Gesellschaftliche Schnittmengen scheinen nicht systemrelevant, Volkswirkschaft, ein anachronistisches Gesellschaftsmodell. Schritt für Schritt, mit geduldigem Wachstum, entwickelten wir unsere unternehmerischen Partnerschaften, manchmal war wenig genug und viel einfach falsch.

Das diesjährige Festival widmen wir diesen Gedanken der Volkswirkschaft, haben zu Gesprächsrunden eingeladen, werden debattieren und gratulieren Annette von Droste-Hülshoff zu ihrem 225. Geburtstag. Das Reden und geredet werden ist ein dringliches Instrument dieser Tage, wir wünschen allen gute Unterhaltung.

Es ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, etwas zu pflanzen, was andere ernten, für etwas zu begeistern ohne zu manipulieren.

Be true, not better.

Stefan Reichmann, Haldern Pop